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Geschichte

Der Forst von Nell zeigt nicht nur die Spuren einer Waldentwicklungsgeschichte, er ist auch ein Kulturwald und weist damit auf das romantische Verstündnis und die Vorliebe seiner Zeitgenossen des 18. und 19. Jahrhunderts hin.

Typisch für den Hunsrück sind der Quarzit und die kleinflächigen Einlagerungen von Hunsrückschiefer. Eine obere Schicht von Decklehm taucht an vielen Stellen des Soonwaldes auf. Der Hunsrück wurde durch seine geographische Lage immer schon von Stürmen, die erheblichen Windwurf verursachen, heimgesucht. Seit dem 18. Jahrhundert werden die Klimaeinwirkungen im Soonwald nachvollzogen, wie Erich Bauer* es in seinem Buch 1974 beschrieben hat.

Soonwald

Im Mittelalter kannte man eine Forstwirtschaft, wie sie heute betrieben wird, als selbständigen Wirtschaftszweig nicht. Aber Ansätze gegen einen wahllosen Brandwaldfeldbau und das Köhlern gab es bereits im Mittelalter, weil man einer Verödung der Böden entgegen wirken wollte. Das Hochmittelalter brachte eine besondere Entwicklung mit sich: Durch den Bevölkerungsanstieg gab es einen erhöhten Bedarf an Holz sowie an Wiesen und Ackerflächen. Holz wurde zu relativ günstigen Preisen den Verh�ttungen als Brennstoff überlassen. Damit stellte sich das Problem der kontinuierlichen Verfügbarkeit des Rohstoffes. Daher wurde im Laufe der Zeit an vielen Stellen des Soonwaldes schnell wachsende Fichte angepflanzt. Heute zeigt sich, dass dieser Bestand, weil er auf Frost als Regenerationsphase angewiesen ist, empfindlich auf die würmeren Winter und dadurch anfällig auf Schädlinge reagiert.

Die Frage der Nachhaltigkeit stellte sich im Soonwald nicht bis ins frühe 19. Jahrhundert, somit fehlte der Anreiz, in eine lohnende Waldwirtschaft zu investieren. Unter diesen Umst�nden konnte der Wert des Waldes, wie wir ihn heute verstehen, nicht in das Bewusstsein treten. Daher gab es keine einheitliche Entwicklung in diese Richtung, am Ende des Mittelalters sehen wir alle Waldbehandlungsstufen vom gepflegten bis zum völlig �bernutzten Wald. Diese Tendenz zieht sich bis in die Jahrhundertwende hinein.

Der heutige Soonwald ist Rotwild-Kerngebiet. Zur ursprünglichen Artenvielfalt des Soonwaldes gehörten aber unter anderem Bären, Luchse und Wölfe, welche die Populationen auf natürliche Weise regulierten.

Wald

Der Soonwald war nicht nur unter der Familie Puricelli Nutzwald, sondern in ihm verbarg sich auch der romantische Wald. Dieses ist heute auch noch in Ansätzen sichtbar:

Der Carlsburg-Turm - der im übrigen mit allen Details zur Nutzung eingerichtet wurde - spiegelt die Burgenromantik der Zeit wieder. Die angedeuteten Burgmauern sind nicht die Reste einer grßeren Anlage, sondern es wird mit den entsprechenden Elementen der Burgenromantik gespielt. Das ganze Gelände sowie die Zuwege zum Burgturm wurden gestaltet.

Es gibt eine weitere Flüche in diesem Forst, die neben dem Nutzwald eine romantische Konzeption zeigt: Es ist die so genannte Wolfsschlucht - ein romantisches Tal mit einem Bachlauf, der die Landschaft noch einmal in sich gliedert. Heute noch sind die gemauerten Aussichtpunkte und die angelegten Sichtschneisen sichtbar.

Lesetipp:
Erich Bauer "Der Soonwald. Auf den Spuren des Jägers aus Kurpfalz", Stuttgart 1974.

Mehr Informationen zur Geschichte finden Sie auch unter:

Friedrich Wilhelm Utsch, Der Jäger aus Kurpfalz:
Friedrich Wilhelm Utsch

Soonwald:
www.inkipedia.de/Soonwald

Stromberg (Hunsrück):
www.wikipedia.org/Hunsrück